Neuer Monat

Neuer Monat

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:FÖJ-Blog

Juhuu! Heute nach einem Monat endlich mal länger schlafen! Den ganzen August habe ich mich darum gekümmert, dass die Kühe vor dem Melken ihre Portion Schrot bekommen, nun heißt es Melken. Also nicht mehr um 06.30 Uhr anfangen zu füttern, sondern erst um 07.00 Uhr anfangen das Melken vorzubereiten. Das Füttern übernimmt nun meine Mitfreiwillige, Mirjam.

Melken heißt nicht nur, die Kühe in den Melkstand zu treiben und nachdem man die Striche (Fachsprache für Zitzen) gesäubert und vor gemolken hat, die Melkmaschine anzuhängen, Melken heißt auch, dass man die Namen der Kühe lernt. Und zwar nicht nur anhand ihrer Fellfärbung, sondern auch anhand ihres Euters. Und vielleicht auch daran, wie zappelig sie sich im Melkstand benehmen.

Auf unserem Hof gilt die Regel, bevor die Tiere nicht satt beziehungsweise auf der Weide sind, frühstücken die Menschen nicht. Für denjenigen, der füttert, bedeutet das also, den Kühen Schrot geben, den Rindern und Kälbern Schrot und Heu geben und bei ihnen einstreuen, die Schweine und Hühner füttern und schließlich noch die Pferde auf die Weide stellen. In dieser Zeit melkt das Melk-Team erst die große Herde, die aus etwa 40 Kühen besteht und danach die kleine Herde (etwa 20 Tiere). Danach werden die Herden auf die Weiden gebracht, das sich je nach Stimmung in der Herde als mehr oder weniger kompliziert herausstellt.

Heute morgen zum Beispiel haben wir nach dem Frühstück von jemandem gesagt bekommen, dass ganz viele Kühe einfach auf der Straße stehen. Wir sind dann natürlich sofort ins Auto und haben erst einmal die kleine Herde eingefangen, die durch zwei umgestürzte Pfosten einen kleinen Ausflug unternommen hat.

Danach haben wir zwei Freiwilligen und eine ehemalige Freiwillige, die gerade zu Besuch da ist, das gemacht, was wir immer Vormittags am Montag, Mittwoch und Freitag machen, nämlich die Kacke der Kühe aus dem Laufhof (also dem Hof zwischen Stall und Melkstand) schieben. Dafür muss man mit Schiebern von Hand die Kacke in eine Reihe schieben, damit man die Reihe dann mit dem Schlepper (Traktor) rausziehen kann. Beim Frühstück sagte jemand, ich solle das machen, und ich dachte, das war nur ein Spaß. Aber sieh an, ich bin heute das erste Mal Traktor gefahren, und das, bevor ich das erste Mal Auto gefahren bin.

Nach dem Mittagessen haben Mirjam und ich uns dann in das zukünftige Kartoffellager begeben, um dieses zu streichen, nachdem wir es letzte Woche erst von der alten Farbe befreit und anschließend grundiert haben.

Das war es erstmal von heute, bald kommt ein Update mit mehr Fotos!


Der Originalbeitrag ist erschienen bei Claras FÖJ auf dem Rathsbacher Hof

Schreibe einen Kommentar